Ja, die Saison neigt sich langsam dem Ende und uns erwartet nun nur noch ein Ligaspiel. Doch vor diesem letzten Heimspiel, das im Übrigen gegen Fortuna Marzahn steigt, gegen die wir in dieser Saison zum ersten Mal spielen, soll an dieser Stelle noch ein kleiner Bericht zum Spiel vom 04.05. gegen Weiss-Blau-Allianz stehen…Ein Spiel gegen die Allianz ist eine dankbare Aufgabe sollte man meinen. Insbesondere, wenn man sich die Tabellensituation anschaut, denn da stehen die Weiß-Blauen unter uns und das will in dieser verkorksten Saison schon etwas heißen. Schlechter schneidet nur noch die AOK ab, die allerdings auch viele Spiele aufgrund von Spielermangel absagen musste (so zuletzt auch das Spiel gegen uns am 17.04.).
Mit diesem Wissen im Kopf glaubt man natürlich an den Sieg und motiviert sich damit selbst…oder auch nicht. In der ungewöhnlich großen Halle in Mariendorf hatte die Allianz ein ungewöhnlich kleines und schlecht erkennbares Feld quer zur eigentlich schönen Halle aufgebaut (dunkelblaue Linien auf dunkelgrünem Hallenboden, Platz hinter dem Feld max. 1,5 m). Dies führte gleich zu Beginn des Spieles zu Unmut unter unseren Spielern, die sich über die schlechte Erkennbarkeit der Linien und den mangelnden Anlauf für Angaben beschwerten. Die Heimmannschaft hat allerdings nun mal das Recht, ihr Feld zu gestalten, soweit die Schiedsrichter dem nichts entgegen setzen, so dass wir leicht gereizt den ersten Satz in Angriff nahmen.
Angriff ist hier natürlich eher symbolisch zu verstehen, denn was unsere (lediglich) 6 Spieler in diesem Spiel im Angriff boten, war – bis auf einige Ausnahmen – nicht wirklich als solches zu bezeichnen. So hatte sich die Allianz doch relativ schnell auf unser schwaches Spiel am Netz eingeschossen und konnte ihrerseits mit eigentlich nur einem wirkungsvollen Angriffsspieler, dafür aber mit konstanten Aufgaben regelmäßig punkten. Unsere z.T. äußerst schwache Annahme selbst in vorausschaubaren Spielsituationen machte es dabei auch schwächeren Allianz-Spielern einfach(er), uns auszuspielen. Dies gepaart mit der auch äußerst schwachen Laufleistung bescherten uns eine schnelle Niederlage in drei Sätzen (25:20, 25:20, 25:12), die schmachvoller kaum hätte ausfallen können. Herauszuheben ist lediglich der Beginn des zweiten Satzes, in dem wir gleich nach dem Seitenwechsel gut mitspielten und zwischenzeitlich mit vier Punkten in Führung gegangen waren. Warum wir diesen Satz aber trotzdem nicht gewinnen konnten, wird mir wahrscheinlich ebenso ein Rätsel bleiben, wie der Verlust des vierten Satzes im Spiel gegen BfA II (06.03.), als wir nach 2:1 Satz- und 20:9 Punkteführung trotz allem noch verloren.
Das Fazit dieses Spiels lässt sich sicher leicht zusammenfassen: Wer seinen Gegner so aufbaut, wie wir das getan haben, der glaub mitnichten an einen Sieg und erhält am Ende das Ergebnis, das er verdient. Bleibt die leise Hoffnung, dass wir in der nächsten Woche beim Heimspiel gegen Marzahn nicht wieder eine derbe Pleite einfahren – ein Sieg zum Saisonende gegen das Team aus der Allee der Kosmonauten könnte uns und unsere Fans vielleicht doch noch versöhnlich stimmen.
Bis dahin alles Gute ! Euer Daniel